September – Garten Eden

Was für ein Wetter, es wird langsam Herbst, aber die Sonne hat immer noch Kraft. Da die heftige Hitze durch ist, war ein ausgiebiger Hausputz angesagt. Leider werde ich gerade immer steifer und die Knochen tun weh. Die Ursache findet hoffentlich der Orthopäde im Oktober heraus, denn so geht das gar nicht. Not macht ja bekanntlich erfinderisch und so muss ich halt entsprechende Stellungen ausprobieren, die mir die Arbeit erleichtern.


„das bisschen Haushalt“ ist in entsprechender Position doch noch zu bewältigen

Seit vier Wochen haben wir gleich um die Ecke einen neuen Imbiss. Unsere Freunde haben mit viel Liebe und Arbeit diesen kulinarischen Stand eröffnet. Das ganz Besondere sind Erdäpfelsalat, Sauerkraut, Fleischpflanzerl – alles hausgemacht. Es schmeckt fantastisch und wir testen die Karte rauf und runter. Othmar`s Favorit ist natürlich die Leberkässemmel.


Viel Erfolg – bleibt uns lange erhalten, wir genießen jeden Besuch bei Euch

Am 06.09. wieder ein Konzert in der Volksmusikakademie in Freyung. Diesmal Jazz Blues & Soul. Die Mischung war phänomenal, Markus Schlesag mit seinem Bass verschmolzen. Tony Bulluck mit seiner herrlichen Stimme hat mich so tief berührt, dass ich persönlich danke sagen musste. Ein Geschenk diesem begnadeten Musiker gegenüberzustehen und ihm die Hand zu schütteln. Stunden später war mein Körper immer noch angefüllt mit dieser Musik.

Es wird nicht weniger – heuer ist ein ganz besonderes Jahr wie wir von den Nachbarn hören. Die Bäume sind übervoll mit Äpfeln und Birnen. Ich verbringe viel Zeit in der Küche mit Einkochen. Sehr zum Leidwesen meiner Handgelenke, die die stundenlange Schälarbeit mit Schmerzen quittieren. Interessant jedoch welche Obstsorte es auslöst. Rechts melden sich die Äpfel und Birnen, links jetzt die vielen wohlschmeckenden kleinen Zwetschen. So ist mal die eine, mal die andere Hand bandagiert und weiter gehts.

Leider sind die Kuchen so lecker und mein „mittlerer Ring“ wird deutlich mehr.


da kann man doch nicht verzichten

Im Garten ist es immer spannend, meine neueste Entdeckung ist die „Wespenspinne“. Sie gehört zu den attraktivsten unter den einheimischen Spinnen. Bei der Beobachtung eines Wespenspinnennetzes sorgt zudem eine gelegentlich in Netznähe hängende, feste braungraue „Kugel“ nicht selten für Verwirrung. Hierbei handelt es sich nicht um Nahrungsvorräte in Form von eingesponnenen Heuschrecken, Schnaken oder Bienen. Vielmehr hat die Wespenspinne hier einen Ei-Kokon gesponnen, welchen sie dann in der umgebenden Vegetation aufhängt und einige Zeit bewacht. Später wird der gut geschützte und getarnte Kokon sich selbst überlassen. Die Jungspinnen schlüpfen erst im nächsten Frühjahr, wenn die ersten Sonnenstrahlen den Kokon wärmen und das Muttertier schon lange gestorben ist.


was für ein spannendes Geschöpf

Am 13.09. das nächste Konzert – diesmal „Martin`s Irish, jazzy and psychedelic project“. Für mich eine neue Art Musik, aber die Jungs mit ihrer Fingerfertigkeit zu erleben war unglaublich. Vor allem das Jungtalent Sebastian Schneider mit seiner E-Gitarre, da lief sogar mir die Gänsehaut über den Rücken.

Unsere Zucchiniernte neigt sich dem Ende, doch wir wurden reichlich beschenkt. Interessant sind die ersten Kartoffeln, die sind ja sowas von Bio und super lecker.


Vorfreude auf`s nächste Jahr – das wird sicher wieder gepflanzt

Wir haben ja einen herrlich alten Holzofen, auf dem wir im Winter auch überwiegend kochen. Allerdings war eine Schamottplatte etwas brüchig und wir haben eine neue gekauft. Beim Einbau half unser Vermieter, nun kann der Winter kommen.


auch das Einheizen werden wir nun gefühlvoller machen, denn der Ofen ist sensibel

Die vielen Äpfel mussten vom Baum, doch noch mehr einkochen war nicht möglich. Also durften wir mit unserem Vermieter zur Mosterei in Heindlschlag um Apfelsaft zu pressen. Spannend ab der ersten Minute und Spass ohne Ende. Die Äpfel werden erst gewaschen, dann gepresst. Die Apfelmasse wird dann schichtweise unter der Presse verteilt und herauskommt – herrlich frischer Bio-Apfelsaft.


unser Ertrag waren insgesamt 18 l


die Maische wird von den Förstern abgeholt und dann im Winter an die Rehe verfüttert, noch ökologischer geht es doch wirklich nicht


und schon ist die nächste Fuhre da

Die letzte Aktion waren jetzt die Zwetschen, auch davon viel Marmelade mit Rum und Kompott. Die restlichen Äpfel werden nun im entsprechenden Kellerraum gelagert


rechts noch die großen Boskopäpfel von der Nachbarin, die allerdings noch ein paar Wochen hier unten reifen dürfen

Es war wohl viel Arbeit, aber es ist ein Geschenk solch einen „Garten Eden“ vor der Haustür zu haben und die Fülle wirklich zu schätzen.


Nicht jedes Jahr ist so ergibig und so haben wir erst mal genug Vorräte angelegt – danke dafür an die Natur.

Unser Möpl hat seit einigen Tagen einen neuen Fensterplatz im Wohnzimmer


er ist jetzt 15 Jahre alt, soll er es genießen solange es geht

Mit diesem fantastischen Abendrot verabschiede ich mich von diesem wunderbaren September. Langsam geht es in die Ruhephase, doch vorher will der Garten noch für den Winter vorbereitet werden.

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