Der Juni begann kalt, Temperaturen zwischen 10-19 Grad. Da hilft ein Treffen mit alten Freunden, die uns vor bald zwanzig Jahren in der Türkei besucht hatten, natürlich sehr. Ein freudiges Wiedersehen und das Gefühl, als hätten wir uns erst gestern gesehen. Das sind die Erlebnisse, die das Leben einfach lebenswert machen.
Dazwischen Zahnarztbesuche, ein Backenzahn musste raus und einige Füllungen müssen erneuert werden. Der neue „türkische Zahnarzt“ den ich in unserer Nähe ausgesucht hatte, war super. Aber ich bin ein spezieller Fall und als ich ihm von einem Störfeld am Zahn erzählte, schickte er mich zu seinem Kollegen, der ähnlich wie ich einfach über den Tellerrand hinaus denkt. Es ist wirklich schön, als Patientin auf Augenhöhe wahrgenommen zu werden. Danke dafür Dr. Talu.
Am 4. Juni strahlte die Sonne endlich nur so vom Himmel. Bei uns war ein Völkerball-Turnier und wir natürlich dabei zum Anfeuern.

Othmar beobachtet genau den Schiedsrichter

und das Zuschauen hat einen riesigen Spass gemacht. Natürlich gab`s auch Essen, aber die Krönung für mich war eine selbstgemachte „Raffaello-Torte“ – einfach nur göttlich
Die nächsten Tage wird im Garten gearbeitet, wir müssen die vielen Ecken erst mal kennenlernen und schauen, was so aus der Erde kommt. Und dann hat es uns doch nochmal ab dem 7. Juni erwischt mit dem Heizen.

am 11. Juni hat uns noch ein Hagelschauer erwischt und ich habe das erste Mal von der „Schaftskälte“ gehört

einfach nur neblig und grau
Doch so leicht lässt sich der anstehende Sommer nicht mehr verdrängen

im Garten erwartet uns ein tägliches Blütenparadies und wir gehen auf Entdeckungstour

unsere ersten „Radieserl“, da platze ich gerade vor Stolz
Allerdings müssen wir nächstes Jahr viel mehr Platz zwischen den Pflänzchen lassen, damit sie besser wachsen und gedeihen können

die „Ribisel“ (Johannisbeeren) schreien nach Verarbeitung zu Gelee

dieser Mohn hat mich besonders fasziniert

eine richtig freche Blüte die nur so strahlt
Sonnwend in Deutschland und das am 20. Juni. Für uns eine Premiere hier in Grainet

das Wetter passt und wir sind wieder mal erstaunt mit welch deutscher Präzision ein „Sonnwendturm“ für`s Feuer errichtet wurde. Dass die Feuerwehr gleich daneben steht, ist natürlich selbstverständlich

bei einem Bier lassen wir den Blick über diese unglaubliche Landschaft schweifen, in der wir nun einfach sagen dürfen – hier sind wir „Dahoam“

die Spannung steigt und bei der ersten leichten Dämmerung wird angezündet

einfach nur faszinierend und auch etwas surreal nach unseren vielen türkischen Sonnwendfeiern immer am 21. Dezember, bei denen wir um das Feuer getanz haben (ohne Feuerwehrschutz daneben)
Die Volksmusikakademie bietet den ganzen Sommer ein buntes Repertoire an kostenlosen Musikveranstaltungen an. Das hat uns sehr fasziniert und unser erster Besuch war bei den „Los Gringos des Tango“

der Musikabend hat die Gier nach mehr geweckt und die nächsten Termine dafür stehen schon im Kalender
Die erste Hitzewelle begann am 25. Juni. Für uns eher ein Heimspiel, denn laut Wetterkarte ist das nur für eine kurze Zeit. Wir machen das, was wir in der Türkei auch gemacht haben. Wir fahren uns und unsere Aktivitäten herunter und sitzen es einfach aus.

Suse und Möpl machen das ebenfalls
Im Garten ist eine täglich neue Pracht zu entdecken, für mich am Schönsten in aller Früh gleich raus und eine Runde drehen.

Seelenbalsam

und hier die tägliche Hummel- und Bienenweide im Mohnfeld

Sukkulenten mit den verrücktesten Formen

Suse zieht den kühlen Platz im Bücherregal gerade vor

es ist wohl heiß, aber dann in ein kühles Haus zu gehen, ist wie ein Wunder

man merkt sie ist in der Türkei geboren

jeden Tag wird ein neuer Platz zur Kühlung erobert

die Tomaten entwickeln sich auch prächtig

und unser Sommerplatz ist ebenfalls fertig
Wir genießen hier den täglichen Wechsel des Wetters, es tut einfach nur gut. Jetzt sind wir gespannt, was die nächsten Wochen so für uns bereithalten.