Der August startet mit 38 Grad. Meine Hitze kam allerdings von innen – ein Infekt hatte mich erwischt und flachgelegt. „Nicht schon wieder“ war mein erster Gedanke, doch nach sechs Tagen war es überstanden und ich nur glücklich.
Täglich gibt es frische Zucchiniblüten, allerdings muss ich schnell sein, bevor die Ameisen und Bienen kommen. Doch ich überlasse ihnen gerne das Feld, wenn sie mit Genuss am Blütenansatz futtern oder die Bienen und Hummeln mit einem gelben Mantel aus Blütenstaub wieder losfliegen.

so lecker mit Eiern oder in Pfannkuchenteig gebacken
Dazwischen wieder mal für ein paar Erledigungen nach Passau – natürlich in der größten Hitze mit 38 Grad. Es ist ein Lernprozess, wir leben auf 750 m Höhe, Passau liegt auf 312 m. Bei uns fühlt sich alles super an, doch Passau ist überwiegend gepflastert und eng gebaut. Somit ein richtiger Ofen. Ja, wir brauchen halt immer ein bisserl, bis wir das kapieren :).
Da auch noch Ferienbeginn war, mußten wir wegen Überfüllung auf ein anderes Parkhaus ausweichen. Dort haben wir dann allerdings den schönsten Supermarkt der Welt gefunden. Ein riesengroßer AsiaLaden, der alle unsere Wünsche erfüllen kann. Wie die Kinder sind wir durch die Regalreihen und haben nur gestrahlt. Großeinkauf machen wir dann, wenn die Temperaturen sich normalisiert haben.

unsere Begeisterung versteht nur der, der mit Leidenschaft asiatisch kocht
09. August – heute vor einem Jahr sind wir am Zahnfleisch hier mit unserem Hab und Gut samt zwei Katzen angekommen. Was hat sich alles in der Zwischenzeit ereignet. Keine Minute haben wir unseren Entschluß bereut und wir genießen weiterhin jeden Tag an dem es uns gut geht.

Am Abend dann noch dieses Konzert, der absolute Wahnsinn. Welch eine fantastische Stimmung samt grandioser Musik. Wir fühlten uns wie in alten Zeiten – sche woar`s.
Weiter ging`s mit dem Senioren-Grillen in Fürholz. Unser Bürgermeister hat persönlich die Gäste bedient und Essen verteilt. Dazu die Möglichkeit für viele Gespräche mit neuen Menschen.

Danke dafür, es war fantastisch
Dart spielen ist ja unsere neue Leidenschaft. Bisher haben wir das draußen versucht, allerdings macht uns meist der „Böhmsche Wind“ einen Strich durch die Rechnung. Othmar hatte wie immer die beste Idee und fing an Pläne zu machen und dann zu bauen. Jetzt spielen wir in unserem Flur, die graue Dartwand kann man mit Scharnieren auf und zu machen. Wenn wir den Durchgang zur Werkstatt brauchen, klappen wir sie einfach an die Wand. Daniel Düsentrieb wäre neidisch auf ihn.

nun haben wir kein Problem mehr und wenn`s kalt wird können wir den Heizlüfter aktivieren

bei jedem Spaziergang fasziniert mich dieser „Spalierbaum“ – nun voll mit Birnen
Erst hatten wir häufig höhere Temperaturen als in der Türkei – verrückte Welt. Dann kam ein Temperatursturz und wir waren froh um die neuen Socken von unserer Bilge.

kein Problem, dann wird halt ein Kuscheltag gemacht
Doch es bleibt ja nicht so – kurz darauf ging der Sommer weiter.

Möpl liebt diesen geschützten Platz

Suse genießt ein Schläfchen auf den Heilsteinen – es scheint tatsächlich zu wirken
Was den Gemüseanbau im Garten betrifft – da müssen wir noch viel lernen. Die Zucchini wachsen wie wild. Radieserl eher gar nicht. Mit dem Salat ist es auch so eine Sache. Die Kartoffeln gedeihen. Dafür sehen unsere Tomaten leider sehr kümmerlich aus. Wir dachten neue Erde und meditativ beim Wachsen zusehen genügt. Eben nicht, Dünger muss regelmäßg verabreicht werden und ein Rasenschnitt auf die Töpfe bei dieser Hitze. Vieles haben wir verinnerlicht und freuen uns schon auf nächstes Jahr, da werden die Erkenntnisse dann umgesetzt.

da war ich schon sehr stolz und geschmeckt haben sie auch lecker
Die Obstbäume im Garten tragen gerade unglaubliche Mengen.

fast täglich bin ich am Einkochen und die Äpfel und Birnen haben einen fantastischen Geschmack

ganz mutig haben wir die Feigenmarmelade aus der Türkei von 2015 endlich geöffnet – ins Brot beißen, Augen schließen und sich an diesen wunderbaren Baum erinnern, lecker

Vor kurzem habe ich diesen Artikel gefunden, die Besitzer haben 2024 den Architekturpreis für das Haus in Unterseilberg (vor unserer Haustür) erhalten. Und dieser Garten ist Augenschmaus und Hochgenuss in einem: Auf Permakultur setzen Werner Emmer und Birgit Kochhan in ihrem grünen Paradies vor der Haustür und verbinden dabei Schönes mit Nützlichem. Der Permakultur-Garten basiert auf dem Vorbild natürlicher Ökosysteme, schließt Kreisläufe und fördert die biologische Vielfalt.

Und da ich neugierig bin, konnte ich wirklich Kontakt aufnehmen und wir durften die Beiden auf einen Kaffee und viel Erfahrungsaustausch besuchen. Ihre Idee mit der Landeier-WG hat leider nicht so funktioniert, doch die Idee von gemeinschaftlichem Wohnen und im Alter füreinander da sein, haben wir gemeinsam. Es war spannend ab der ersten Minute und wir werden uns in Kürze wieder treffen. Was für tolle Menschen es doch immer wieder in nächster Nähe gibt.
Zum Abschluß dieses Monats haben wir ein Reggae-Konzert in Freyung von „Unlimited Culture“ besucht. Alles in bayrischer Mundart, auf die Idee muss man kommen. Der Saal hat ab der ersten Minute getobt und wir tanzend dazwischen.

Mit diesen lebendigen Erlebnissen verabschiede ich mich vom spannenden August und bedanke mich bei dieser Fülle an Obst in unserem Garten.

der „Admiral“ genießt mit großer Familie täglich das Fallobst

die Brombeeren werden nicht weniger
Ich vermeide den Blick ins große Weltgeschehen und bleibe lieber in meiner kleinen Blase „Dahoam“, denn da ist die Welt noch in Ordnung.