April – Frühling liegt in der Luft

Es geht aufwärts, wir sind langsam wieder auf dem Weg der Besserung. Leider lässt die Energie noch auf sich warten, doch da ist es wohl wie in der Natur.


die Morgenstimmung ist immer wieder unglaublich

Zwischendurch noch Minusgrade, doch die Sonne setzt sich immer mehr mit ihren erwärmenden Strahlen durch. An Ostern dann ein richtiges Traumwetter mit 18 Grad. Die ersten grünen Blätter machen den Versuch aufzugehen.


der Magnolienbaum zeigt sich immer mehr in voller Blütenpracht

Jeden zieht es raus, doch noch ist Vorsicht ist bei den Temperaturen geboten. Finger weg vom Blumen pflanzen, diesen Rat höre ich ganz oft. Das kenne ich so aus der Türkei gar nicht. Wieder mal wird meine Geduld auf eine harte Probe gestellt.

Abgelenkt werden wir in diesem Monat häufig von den Feuerwehrübungen vor unserem Fenster, da wird die Jugend trainiert. Und die macht das echt mit Begeisterung.

Beim nächsten schönen Sonnentag starten wir mit der Anbringung der Mückennetze an den Fenstern und der Eingangstüre. Mücken gibt es wohl wenig hier, aber die dicken fetten Fliegen nutzen jede Ritze um ins Haus zu kommen. Damit ist jetzt Schluß. Noch bin ich ziemlich müde und ausgelaugt, doch vom Sofa aus sehe ich täglich mehr Schmutz und Staub. Dann kam der Tag, an dem ich mich aufgerafft und drei Tage Hausputz gemacht habe. Othmar hat mir die Fenster geputzt und als Team war es wirklich hinzukriegen. Klar kam dann nochmal ein Schneeregen, doch wir haben ja Rolläden, die die sauberen Fenster schützen. Auf Nachtfrost folgt wieder ein Sonnentag mit 19,8 Grad, auch das ist eine neue Erfahrung für uns.


das konnten Möpl und ich uns nicht entgehen lassen und wir bekamen einen Vorgeschmack auf den Sommer

die Markise war echt nötig

In Grainet war eine Frühjahrsausstellung angesagt – mit Landmaschinen. Hat uns „natürlich“ sehr interessiert und das Wetter war auch gnädig. Zu Essen gab es Schnitzel mit Kartoffelsalat und dazu Blasmusik für die gute Laune.


welchen nehmen wir denn jetzt…..?

Täglich verändert sich die Landschaft mehr, es wird bunt und grün.


mich als Sonnenkind zieht es immer mehr in den Garten, da ist noch soviel zum Kennenlernen


die Magnolie nun in voller Blüte, daneben die Blutjohannisbeere

Meine Nachbarin hat mich spontan zu einem Spaziergang in unseren Wald hier mitgenommen. Ziel war die Wallfahrtskapelle Kohlstattbrunn. Auch eine neue Erfahrung hier durch den Wald zu wandern.


und alles noch ohne Touristen


jeder Tropfen ist wertvoll, auch hier bei uns fehlt der Regen


dieser Baum ist alt und schon länger tot, doch er wird für die Tiere des Waldes erhalten

Langsam hält uns nichts mehr und wir fangen an zu pflanzen.


endlich spüre ich mich wieder beim Wühlen in der Erde

Schnuppertag zum Dart spielen vom Sportverein – nur ein paar Schritte von uns entfernt. Klar sind wir dabei und hatten soviel Spaß, dass wir uns angemeldet haben und das jetzt jede Woche mitmachen wollen. Allerdings machen sich die alten Knochen heftig bemerkbar und unser Wurfarm musste erst wieder mit viel Salbe hergestellt werden.


echt anstrengend für uns Neulinge, aber die Gaudi ist es einfach wert

Am 22. April wurden unsere ersten Kartoffeln gesetzt, das ist ja wirklich aufregend.


verhungern müssen wir den nächsten Winter nicht 🙂

Ein Traum wird wahr. Seit vielen Jahren möchte Othmar schon eine Solaranlage installieren, aber in der Türkei hat es irgendwie nicht sein sollen. Hier nun überzeugen und motivieren die hohen Stromkosten. Unsere Vermieter waren einverstanden und so ging`s los.


erst mal die Stützen bauen


als nächstes die Unterkonstruktion am Haus befestigen


der schönste Moment – am Strom anschließen

Eigentlich sollte das ganz einfach sein, doch was ist bei uns schon einfach? Leider gibt es Probleme, die Leistungsabfrage auf das Mobiltelefon zu bekommen. Die Lösung mit dem Service des Inverters ist noch in Arbeit. Immerhin konnte Othmar am Stromzähler feststellen, dass bei nicht zuviel eingeschalteten Verbrauchern der kleine Pfeil auf „Einspeisung“ steht, also die  Solaranlage den Strom liefert. Wieviel wird sich hoffentlich bald am Handy ablesen lassen.

Nächstes Projekt – ein hohes Pflanzbeet. Vor einiger Zeit hatten wir bei unserem Baumarkt günstig acht Holzpaletten gegen ein Trinkgeld abstauben können. So wurde die Idee dann in die Realität umgesetzt. Upcycling ist der Gedanke, wenig Kosten und selber bauen. Doch zuerst mussten die Paletten mühsam zerlegt werden, bevor der Neubau starten konnte.


Das Endprodukt mit fahrbaren Rollen lässt sich sehen. In Kürze wird gepflanzt und bei schlechtem Wetter fahren wir sie (das zweite Pflanzbeet entsteht gerade) dann zum Schutz einfach in die Werkstatt.


zur Belohnung seinen heißgeliebten Stollen

Langsam kennen wir die Pflanzen und freuen uns täglich über diese Blütenpracht, die mit viel Liebe hier im Lauf der Jahre angelegt wurde.

Woran wir uns nach dem langen Türkeiaufenthalt gewöhnen müssen, ist die lange Dämmerungsphase. Im Süden war die Sonne ruckzuck weg, hier schauen wir am späten Abend aus dem Fenster und wundern uns wie hell es noch ist.

Ja, es bleibt aufregend und immer wieder gibt es Neues zu entdecken. Ein schöner Monat geht zu Ende, nun sind wir gespannt auf den „Wonnemonat Mai“ hier im Bayerischen Wald.

Dieser Beitrag wurde unter Alltag in Grainet 2026 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen für den Permalink.