Januar – Stade Zeit

Das neue Jahr begrüßte uns mit viel Neuschnee. An Silvester hat es noch geschneit, was runter kann. Am Neujahrstag dann blauer Himmel, Sonnenschein und gerade mal minus 5 Grad. Nix wie raus und einen herrlich langen Spaziergang machen. Ohne Auto, einfach losmarschieren, denn die weite Natur umarmt uns hier ringsherum.


Unser Vermieter kommt immer rechtzeitig und befreit uns von den Schneemassen mit seinem Traktor – danke dafür. Somit hält sich das Schnee schippen echt in Grenzen und wir sparen uns dadurch die Gymnastik.


es hat schon was in dieser Winterlandschaft zu marschieren


dazu noch dieses unglaubliche Farbenspiel der untergehenden Sonne –
ob das ein gutes Omen für das neue Jahr ist?

Wir igeln uns nun ein, genießen unser warmes Dahoam und die innere Ruhe stellt sich immer mehr ein. Es tut gut die Seele baumeln zu lassen, Kraft zu tanken und sich an tausend kleinen Dingen zu erfreuen.

Am 5. Januar hat`s uns allerdings mit Freunden doch rausgezogen. In Altreichenau – gerade mal 5 km entfernt – war Raunacht angesagt. Nachdem das erste Erleben hier bei uns im Dorf schon so überwältigend war, mussten wir natürlich schauen, was die Nachbarn so zu bieten haben.


viele verschiedene Gruppen sind aufgetreten


alles viel größer, vor allem das riesige Feuer


sie waren echt toll – allerdings war`s bei uns im Dorf heimeliger und wir konnten die Perchten mehr auf Tuchfühlung erleben

Die Tage vergehen mit wiederkehrendem Schneefall bis 20 cm und Minustemperaturen. Da muss man schon gut planen, wann man mal rausgeht.


das war am 11. Januar, da wurde es richtig grimmig aber auch wunderschön mit den vielen glitzernden Eiskristallen

Wer seine Fellnasen liebt, schippt natürlich auch um die Hausecke bis zur Katzenklappe, damit sie sich nur keine Eispfoten holen.


eine neue Erfahrung und ich bin gar nicht mal so schlecht

Unser Abfall musste auch mal wieder entsorgt werden. Und als dann endlich die Sonne und blauer Himmel lockten, ging es los zum Recyclinghof.


so gut gelaunt geht es bei uns am Redyclinghof zu


und man trifft immer jemanden für ein nettes Wort dazwischen

Als wir die Tage vom Einkaufen zuhause ankamen, steckte eine rote Fahne da wo wir sonst das Auto parken. Ich frage bei den Vermietern nach, ob das bedeutet, dass der Schnee hier bald 2 m hoch ist? Lachend kam die Antwort: „Warnung vor Dachlawinen“ denn wenn es taut, rutschen die Schneemassen einfach runter. Wäre also schlecht, das Auto weiterhin hier zu parken. Jetzt stehen wir sicher ein paar Meter weiter vorne. Ich lerne täglich Neues hier.

Freunde aus München haben sich für zwei Tage angesagt. Ich backe drei Kuchen und stelle die Abendessen zusammen. Es macht schon Spass, mal wieder etwas gefordert zu werden. Da sie sich eine Ferienwohnung hier zum Übernachten gemietet haben, war das total entspannt. Zusammen ratschen und in die verrückte Welt zu schauen, ist immer wieder interessant.

Am 24. endlich wieder ein Medienstammtisch. Für mich eine Offenbarung, denn der Stefan beantwortet geduldig sämtliche Fragen und geht auf die vorher geplanten Themen ein. Und den Richard samt Frau haben wir dann gleich noch zum Kaffee eingeladen, da ja noch soviel Kuchen da war. Solche Nachbarn in nächster Nähe sind einfach super und wir bekommen viele interessante Geschichten über unser neues Dahoam hier zu hören.

Ich bin ein Morgenmensch, leider teilweise schon um 5 Uhr früh. Da geh ich dann runter und werde von Möpl und Suse immer liebevoll begrüßt. Hurra, endlich ist der Dosenöffner wach. Dann mit dem ersten Kaffee samt eBook auf die Couch. Nun wird`s gemütlich. Tägliches Ritual – sobald ich liege, drapieren sich die Beiden mit vollen Bäuchen auf meinen Beinen. Bewegung unmöglich, aber es ist kuschelig warm und das Schnurren lässt mich meist nochmal in den Schlaf gleiten.


man beachte meine Füße mit den Ringelsocken

Am 30. wurde Othmar ganz spontan am Abend zur Wahlveranstaltung hier im Vereinsheim eingeladen. Neugierig wie er ist, ging er natürlich hin. Für mich hieß das ein paar Stunden mit entspannendem Frauenfilm genießen, den ich jetzt glasklar hören kann. Meine endgültigen Hörgeräte sind nämlich bestellt, jetzt teste ich gerade noch den TV-Streamer dazu und bin wirklich fassungslos begeistert. Die dreimonatige Geduld für die Testphasen der verschiedenen Hersteller war alles wert. Ich höre wieder, kann mich unterhalten und jetzt auch noch ohne den leidigen Kabelverhau der verbundenen Kopfhörer Filme schauen. Für mich geht dieser Monat mit vielen Erfolgen zu Ende.


nun schauen wir mal ganz gelassen, wie es weiter geht….

 

 

 

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